söndag, oktober 01, 2006

Umeå


Nach einem etwas turbulenten Flug kam ich dann in Umeå an. Der Flughafen wirkte auf mich eher wie ein Busbahnhof in Bad Zwischenahn von der Größe her, nun ja, aber es war immerhin ein Flughafen. Dankenderweise hat mich Katrin abgeholt, so dass ich die 36 kg Gepäck nicht allein zum Wohnheim tragen musste. Den Schlüssel hatte sie auch schon für mich in Empfang genommen, so dass wir schnurstracks losziehen konnten. Dort angekommen, erwartete mich ein nicht allzu einladendes Studentenzimmer auf einem Korridor mit 9 Leuten, aber es hätte schlimmer kommen können (wenn man so an deutsche Wohnheime denkt…).


Ich hatte dann noch Zeit für eine ganz schnelle Dusche, und schon ging´s los mit einer Führung durch das Campusgelände. Ich hatte mir das hässlicher vorgestellt, so dass ich poitiv überrascht war, wie nett ein Campus doch aussehen kann. Nach der Rundführung mussten wir dann gleich zu Anita Elmqvist, die Koordinatorin für internationale Medizinstudenten, um über Kurse zu verhandeln (irgendwie dachte wir, dass es doch eine Möglichkeit geben muss, in ein höheres Semester zu kommen, was auch auf Schwedisch wäre…). Da standen wir dann doof rum und haben versucht auf Schwedisch zu erklären was wir wollen. Am Ende bekamen wir dann auf sehr schlechten Englisch die Antwort: „Nö, jetzt erstmal Semester 5 auf englisch, dann könnt ihr ja in der Zeit schwedisch lernen…!“ Danke, zonk, das saß, okay, mit schwedisch lassen wir´s dann erstmal. Mittlerweile steht aber fest, dass wir ab November doch in den praktischen Kurs reinkönnen, in den wir ursprünglich rein wollten. Und im Endeffekt ist das echt ganz gut, jetzt erstmal reden zu üben, bevor man sich unnötig vor den Patienten blamiert.

Den Rest der Woche haben wir dann mit Stadtführungen und Erasmusstudentenparties verbracht. Das war zwar ganz nett, aber irgendwann nervt es einen irgendwie an, dass alle englisch reden und laut rumschreien und einem den Vogel zeigen, wen man fragt, ob sie auch Schwedisch lernen (insofern sie einen auf englisch verstehen, was bei Franzosen, Spaniern und Italienern keine Selbstverständlichkeit ist…)

Die Stadt wirkte zu Beginn auf mich wie Augustfehn oder so, aber mittlerweile hab ich doch feststellen dürfen, dass die Stadt mehr zu bieten hat, als zunächst vermutet.


Was in der ersten Woche jedoch wirklich ein Problem bereitete war die Tatsache, kein Fahrrad zu haben. Nachdem meine Füße nach Malmö eh schon eher einem Schrottlager glichen, war ich nach der ersten „Wanderung“ zum nächst gelegen Großmarkt zu fast nix mehr in der Lage. Zugegeben, wir haben uns ein bisschen verlaufen, so dass wir eine Stunde gelaufen sind, anstelle von 20 min, aber nachdem wir dann alles hatten, und Katrin ihren Rucksack aufgeschnallt hatte, stand fest: Wir können nicht zurücklaufen. Wir hatten die Wahl entweder unsrer Köpfe hängen zulassen und den Fußmarsch auf uns zu nehmen, oder einfach zu trampen. Als ein Student mit Auto Katrin mit ihrem Rucksack gesehen hat, wusste er sofort was Sache ist, und hat uns zurückgefahren.





Ich bin daraufhin den nächsten Tag in die Stadt um mir ein Fahrrad zu kaufen. Das war auch nicht ganz so einfach wie erhofft, da der Verkäufer irgendwie so gar keine Muttersprache hatte, und verhandeln daher fast aussichtslos war. Aber immerhin bekam ich für einen Durchschnittspreis ein angeblich überdurchschnittlich gutes Fahrrad, mit Licht und Schloß. Gut, das Licht geht nicht mehr, die Kette springt andauernd ab, und die Bremsen haben null Effekt, aber im Vergleich zu anderen Fahrrädern hier geht´s….


Am Ende der Woche haben wir dann noch eine Bustour auch in die weitere Umgebung Umeås gehabt, die echt ganz nett war. Zumindest wusste man, dass sobald man den Stadtrand verlassen hat nur noch eins kommt :Wald und Wasser. Interessant war noch, dass sich hier das Festland jedes Jahr einige Millimeter erhöht, weil immer noch nicht die Ursprungshöhe von vor der Eiszeit erreicht ist.









Meine Korridormitbweohner durfte ich dann auch kennelernen. Sie bestehen aus Ureinwohnern Nordschwedens, einer Thailänderin und einem Koreaner. Alle sehr nett, wobei der eine Ureinwohner zunächst etwas furchteinflößend war (Daniell).








Nach all den neuen Eindrücken war ich in jedem Fall sehr froh, dass Urs erstmal zu Besuch kam, zumal er auch noch ein paar Dinge von mir in seinem Koffer hatte (ich glaub als er gefahren ist, war seine Tasche leer…)…


Efter en verklig konstig flyg har jag varit i Umeå. Först inspekterade jag mitt rum i ett studenthem. Det var hemskt, men jag hade ingen tid att packa upp, eftersom jag måste gå till en visning av universitetet. Och det var en överraskning, eftersom jag tänkte att campusen ser inte så trevlig ut.




Efter visningen gick Katrin och jag till Anita Elmqvist, som gör koordination av untbytesstuderande i läkarprogrammet, för att växla kursen från termin 5 i termin 7, men hon sa oss, att det fanns ingen möjlighet att gör det. Förresten hade vi så mer tid att lära oss svenska. Kanske hon tyckte inte om oss svenska ;) Tyvärr… Men nu är det så, att vi kan gå i termin 6 i November och det är också mer praktiskt än termin 5.

Vi såg också mycket av stan Umeå och området, och nu kan jag säga att om man lämna stadsgränsen finns det bara skog och vat. Stan är större än jag tänkte, det är ganska bra. Men om man bor i Umeå du behöver en sak: en cykel! Jag åkte tillsammans med två vänner i nästan ICA Maxi-Store. Tyvärr vi gick vilse, så att vi var på väg för en timme. Och vi handlade så mycket många mat, att vi kunde nästan inte bära allt. Därför beslutade vi att lifta och lyckligtvis fanns det en student med bilen, som såg Katrin med hennes stor ryggsäck och begripade genast, vad vi ville…

Nästa dag köpte jag mig strax en cykel, vad fungerar ganska bra, men bara om man jämför med dem andra cyklar här…min bröms går inte, min belysning också (men- jag HAR ett lyse!!),…


De som bor på min korridor är verkligen trevlig. De mesta kommer från Sverige, två är också utbytesstuderande. Nästa veckan har vi en korridorfest och jag tycker, att det blir ganska bra. Efter allt intrycken var jag ändå ganska glad över att Urs kommit hemma hos mig, även eftersom han hade fler saker av mig med sig…..


Hej Hej, om du vill läsa den här blogen av svenska måste du leta efter kursiv stilsorten…




Da ich mittlerweile schon ein Monat hier bin aber nun doch feststellen muss, dass das mit der Kontaktaufnahme zu einigen Leuten schwieriger als gedacht ist, schreibe ich nun doch mal einen Blog, in Anlehnung an all die anderen Austauschstudenten auf der ganzen Welt.

Da es schwierig ist, die ersten Wochen in einem Satz zusammenzufassen, geh ich mal ein bißchen chronologisch vor.

Zunächst bin ich bei Malena und Kristina in Lund zu Besuch gewesen. Dort habe ich das schwedische Studentenleben zum ersten Mal miterleben dürfen. Eigentlich ist das ganz gut mit einem Studentendasein in Deutschland vergleichbar, aber ist gibt ein paar Unterschiede. So kann jeder Schwede seine Studentenwohnung, die auch nicht unbedingt klein sein muss, hervorragend einrichten. Ich habe kein einziges Appartment gesehen, was schäbbig aussah, obwohl die meisten Studenten die Wohnungen möbliert nehmen. Also in jedem Schweden steckt ein Ikea-Gen, könnte man sagen. Und wenn man sich abends irgendwo zum Essen trifft, dann kocht man stundenlang zusammen. Also man geht nicht zu jemanden und das Essen ist fertig, nein, man trifft sich schon so gegen Nachmittag und kocht bis in die Nacht. Währenddessen fängt man an zu trinken. Wenn die Essenszubereitung samt Essensvorgang abgeschlossen ist, geht man auf das „Sofa“ und ist Dessert. Dessert ist eine Tafel Schokolade die man sich teilt, ich versteh auch nicht warum die das so nennen. Danach geht man dann weg. In Malmö war ich mit Malenas Freundinnen zusammen auf dem Malmöfestival, wo eine sehr bekannte schwedische Band gespielt hat (Svensk Akademien), die leider aus Skånen kam, so dass ich kein Wort von dem schwedischen Text verstanden habe (was aber nicht nur am Dialekt lag ;) ). Als ich dort mit all den schwedischen Mädchen losgezogen bin, kam ich mir sehr schäbbig vor, da die sich sehr aufstylen bevor sie irgendwo hingehen. Ich hatte zu dem Zeitpunkt glaub ich so was Ähnliches wie einen Schlafanzug an, zumindest im Vergleich zum Rest der Bevölkerung, und kam mir vor wie ein typisch deutscher Ruhrpottbewohner.
Die anderen tage habe ich noch Malenas Schwester kennengelernt die ebenfalls sehr lustig und nett ist und beim Umzug von irgendsoeinem Kusin mitgeholfen (nur auf dem Dachboden rumstöbern) und habe da das Wort „slänga“ gelernt, wenn ich mich recht entsinne, heisst einfach wegwerfen, hab es von dem Tag an glaub ich jeden Tag benutzt (fällt einem sonst gar nicht so auf, wie oft man das Wort wegschmeißen im Deutschen benutzt). Außerdem haben Kristina, Malena und ich die Innenstadt Malmös erkundet, und zwar so lang, bis ich übelste Blasen hatte, Malena nicht, weil die einfach Birkenstockschuhe getragen hat, was hier super in ist. Von Malmö aus bin ich dann weiter nach Umeå über Stockholm geflogen.


Ich werde das ganze jetzt auf sehr rudimentärer Art auf schwedisch zusammenfassen, damit z.B. Malena und Kristina auch ein bisschen mehr von mir hören und ich niemanden weiteres vergesse.


Malena und Kristina beim Essen einer ungarischen Festivalspezialität



Jag är nu längre än en månad här i Sverige och tycker, att det är lite svart att skriva ni alla ett enkelt brev. Därför har jag nu en „blog“ du kan läsa om du vill. Jag skriver här på tyska, men jag ska sammanfatta det mesta också av svenska. Ursäkta mina fel, men jag hoppas att det blir bättre under tiden…

Första dagarna stannade jag hemma hos Malena i Lund och träffade också Kristina. Det var en mycket roligt tid, eftersom i Malmö var Malmöfestivalen samtidigt och alla var så trevlig. På kvällen lagade vi mat med vänner och det var lite konstig för mig, eftersom vi lagade nästan allt mat tillsammans. Om man jämför med en inbjuda i Tyskland har man slutat med lagar mat när vänner kommer, men jag tycker om gör det tillsamanns och inte bara därför att jag är inte bra i laga mat ;) Med Kristina och Malena tog jag reda på Malmö och efter det var fötten svullen. På kvällen sa vi svensk akademien, ett berömt band i Sverige, på festivalen. Jag träffade också systorn av Malena som är också verkligen rolig. Vi hjälpte lite kusinen av Malena med hans flytt. Där lärade de mig ordet „slänga“, vilket jag behöver här nästan alltid (konstig, eftersom man kom inte ihåg att man behöver det ord också nästan alltid i Tyskland). I Lund konstaterade jag att varje student bor i en mycket fin lägenhet, som inredas också mycket fin. Kanske det är pga äftlighet av Ikeagenen? Jag vet inte.. ;)
Efter den jättekula dagarna i Lund reste jag vidare norrut till Umeå, var jag är nu….




Twisted Building in Malmö